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Berufsausbildung junger Menschen mit Migrationshintergrund
#1
Laut Bertelsmannstudie " Berufsausbildung junger Menschen mit Migrationshintergrund "
beklagen sehr viele der befragten Betriebe, dass kaum noch Bewerbungen von Migranten eingereicht würden.
Das mag an den Empfehlungen der Berufsberatungen liegen, aber laut BIBB-Studie 16 2011 auch daran:
Zitat: "Am Ende der Grundschulzeit weisen Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund schlechtere Schulnoten auf
und schneiden bei Kompetenzmessungen ungünstiger ab. "
und:
"Am Ende der allgemeinbildenden Schule und zu Beginn der Übergangsphase in eine berufliche Ausbildung
sind die Unterschiede in den schulischen Qualifikationen zwischen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund ... beträchtlich. "
Quelle:
http://www.bibb.de/dokumente/pdf/BIBBrep...nal_de.pdf
Zitat:FAZIT laut Bertelsmannstudie:
"Somit könnten die Betriebe, die keine Auszubildenden mit Migrationshintergrund haben, sich verstärkt dieser Zielgruppe zuwenden, um zumindest mehr Bewerbungen zu erhalten. Ob dann auch mehr "geeignete/qualifizierte Bewerbungen " eingehen werden, muss offen bleiben, aber es würde sich auf jeden Fall die Auswahlbasis verbreitern. "
Quelle:
https://www.bertelsmann-stiftung.de/file...s_2015.pdf

Dem kann ich nur voll zustimmen;
z.B. sind in den Jahren der Familienzusammenführung von den Betrieben in Berlin
Sondermaßnahmen für ausländische Jugendliche zur Anpassung an die sozialen
und fachlichen Anforderungen durchgeführt worden.
Das geschah in Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben, den Gewerkschaften und dem Senat von Berlin.
Warum müssen stattdessen ständig neue Projekte und Trägermaßnahmen eingerichtet werden?
Ergebnis ist doch, dass die Jugendlichen nach solchen Maßnahmen vielfach wieder
als Altnachfrager (ca. 60% der Ausbildungsbewerber) in Erscheinung treten!

Zur Bertelsmann-Studie habe ich kritisch zu fragen:
  • Welchen Branchen gehören die Betriebe an,
    die bisher keine Migranten ausgebildet haben bzw. keine Bewerbungen erhielten?
  • In welchen Berufen haben sich die erfolglosen Bewerber intensiv beworben?
  • Ist die Bewerberanzahl in den Wunschberufen eher besonders hoch?
  • Haben sich Migranten verhältnismäßig oft mehr vorgenommen
    als sie aufgrund ihren Qualifikation hätten erhoffen dürfen?
Wir sollten also eher darauf hinwirken,
Anforderungen der Ausbildungsbetriebe mit den Defiziten und Wünschen der Schulabgänger auszugleichen.
Und mancher Betrieb oder mancher Ausbilder kann auch nicht immer alles.
Das ist eben auch bei Schulen und Lehrern so!
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